Das Projekt
Tierschutz funktioniert anders!
Das Projekt Oasi Nuova Vita wurde 2010 ins Leben gerufen.
Das Ziel des Oasi ist es zu beweisen, dass es im Gegensatz zu den furchtbaren Zwingern eine weitaus artgerechtere Haltung von Streunern geben kann.
In Italien, vor allem im Süden, gibt es Hunderttausende von streunenden Hunden, die in Zwingern eingesperrt sind. Lager wäre für diese Zwinger ein besseres Wort, denn diese Form der Unterbringung ist bei weitem nicht artgerecht und nimmt diesen heimatlosen Tieren die letzte Würde.
Im Jahr 1991 wurde schließlich ein Gesetz zugunsten von Tieren erlassen, die von diesem Moment an als fühlende Wesen gelten, daher ist das Töten verboten und es wurden Regeln für den Tierschutz festgelegt.
Leider verbietet dieses nationale Gesetz 281 von 1991, paradoxerweise die Tötung von streunenden Hunden, verurteilt sie aber zu lebenslanger Haft in Zwingern, denn leider werden im Schnitt nur 10 % der Hunde adoptiert.
Niemand, weder Tierschützer noch Politiker, haben jemals die Umsetzung dieses Gesetztes überprüft. Dieses Gesetz legt eigentlich fest, dass die Zwinger mit max. 200 Hunden belegt werden sollten, aber leider ist die Realität eine andere: es werden viel mehr Hunde in diesen beengten Käfigen gehalten. Noch dazu oft ohne Überdachung, so dass die armen Tiere der Sonne und dem Regen schutzlos ausgesetzt sind.
Dieser Umgang mit den Hunden, die in den Canile (Zwingern) praktisch lebendig begraben sind, hat die Freiwilligen des Vereins A.P.S. PROTEZIONE DEL CANE-GAIA in der Provinz Manduria in Tarent dazu veranlasst, ein Beispiel zu schaffen, das sich von den Gefängnissen unterscheidet, in denen so viele Tiere untergebracht sind.
Leider funktionieren die Zwinger nicht, wie es gedacht war. Das hat damit zu tun, dass der Erhalt im Interesse vieler Beteiligter ist und es eine starke Lobby gibt, die nur den finanziellen Vorteil sieht. Außerdem sind leider viele Tierschutzvereinigungen in dieser Frage sehr uneinig.
Die Leiter der Canile können leider ihre Geschäftsstrukturen unter Verstoß der Vorschriften selbst festlegen, mit oder auch ohne Zustimmung der Bürgermeister. Das Fehlen jeglicher Regeln sorgt praktisch ausschließlich dafür, dass die finanziellen Interessen der Betreiber im Vordergrund stehen, anstatt das Wohl der Hunde zu berücksichtigen.
Die Zwinger stellen heute einen entscheidenden Knotenpunkt des Problems der streunenden Hunde dar. Eigentlich war das Gegenteil beabsichtigt. Es gibt jetzt praktisch den “Status Quo”, der für die bequem ist, die ihre Interessen dadurch schützen, oder für diejenigen, die ungern etwas ändern und dadurch die VERÄNDERUNG BEHINDERN.





Für Zwingerbetreiber bleibt es wichtig, Hunde am Leben zu erhalten, wie und mit wie viel Leid spielt keine Rolle. Die Hunde müssen dahinvegetieren, weil sie für das Geschäft wichtig sind. Auch für falsche Tierschützer, die nichts für eine Veränderung der Zustände tun. Denn diese falschen Tierschützer fühlen sich als Helden, indem sie mit der Kamera in der Hand Fotos von elenden Hunden machen und diese Beiträge dann verbreiten.
Aus diesem Grund hielten wir es wichtig, die Zwingerhaltung zu überdenken und diese neu zu gestalten.
Das Projekt Oasi Nuova Vita wurde daher durch die Idee, dass man die vorhandene Zwingerhaltung verbessern kann und durch die andere Form zu einem Zentrum der Mensch-Hund-Beziehung werden kann.
Das Oasi soll ein Ort sein, in dem Hunde und auch Menschen lernen, ihre psychische und physische Kraft zurück zu erlangen.
Bis heute gibt es in unserer Oase ungegefähr 60 Hunde. Viele dieser Tiere sind das Ergebnis menschlicher Misshandlung und haben dort gelernt, wieder im Gleichgewicht mit anderen Hunden und Menschen zu leben.
Die Sozialisierung der Tiere ist eine der größten Aufgaben des Oasi. Hunde, die nicht sozialisiert sind, werden nicht vermittelt und finden ihr Zuhause für immer im Oasi.
All dies ist natürlich mit enormen Opfern seitens des Vereins A.P.S. PROTEZIONE DEL CANE-GAIA und seiner Freiwilligen verbunden, da das Projekt Oasi Nuova Vita nicht von einer öffentlichen Einrichtung finanziert wird. Das gesamte Projekt wird mit allen Kosten und Aktivitäten ausschließlich durch freiwillige Spenden unterstützt.


